Was verbirgt sich hinter Heimischen Hecken? » Dein Ratgeber!

Ein „grüner Gartenzaun“ aus einheimischen Heckenpflanzen ist besonders gut an die hiesigen Wachstumsbedingungen angepasst und überzeugt Gartenbesitzer mit vielen unterschiedlichen Vorteilen.

Helge weiß, welche Heckengehölze sich bei uns seit jeher wohlfühlen und wo du sie günstig beschaffen kannst. Gestalte deinen Garten noch ein bisschen natürlicher!

Das lernst Du von Hecken Helge:

Hecken Helge

Was sind einheimische Hecken?

Eine heimische Hecke besteht aus Heckenpflanzen, die in unseren Gefilden auch in der freien Natur vorkommen.

Anders als Kirschlorbeer oder Thuja, die ursprünglich im mediterranen Raum beheimatet waren, gedeihen heimische Heckenpflanzen wie Hainbuche, Weißdorn und Co. schon seit Jahrhunderten an Weg- und Waldesrändern.

Heimische Hecken » Was sind ihre Vorteile?

Heimische Hecken sind robust und langlebig und können in vielerlei Hinsicht überzeugen. Was Gartenbesitzer auch freut:

Viele heimische Heckenpflanzen sind deutlich günstiger als ihre „zugereisten“ Verwandten. Dabei sind die meisten Gehölzarten ungiftig und daher bestens für Gärten geeignet, in denen sich regelmäßig Haustiere aufhalten oder Kinder spielen. 

Ideal für den natürlichen Garten

Heimische Heckenpflanzen sind an unseren Boden, unsere Jahreszeiten und das Klima gewöhnt.

Daher kommen sie in unseren Gärten besonders problemlos zurecht. „Zu Hause“ fühlen sie sich rundum wohl und sind optimal versorgt. Das macht die Gehölze robust und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Der Pflegeaufwand ist erfreulich gering.

Vorteile der heimischen Hecke für Vögel und Insekten

Anders als ihre exotischen Verwandten sind heimische Heckensträucher unserer Tierwelt bestens vertraut.

Vögel und Kleintiere schätzen heimische Hecken daher „aus Gewohnheit“ als Rückzugsort und Nahrungsquelle. Auch für Insekten sind die Blüten heimischer Heckenpflanzen die erste Anlaufstelle:

Diese bestäuben sie besonders gerne.

Mit dem Pflanzen einheimischer Heckensträucher leistest du also einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität.

Heimische Hecken für die naturnahe Gartengestaltung

Im Laufe der Jahreszeiten verändern viele heimische Hecken ihre Optik deutlich und sehen daher das ganze Jahr über sehr dekorativ aus:

Schmücken zuerst Blüten oder Früchte das Grün, wird im Herbst die Blattfärbung zum Eye-Catcher. Wer es ganz natürlich liebt, pflanzt eine gemischte Hecke mit vielen unterschiedlichen Sträuchern und Gehölzen.

Eine bunte Blühhecke sieht nicht nur sehr reizvoll aus, sondern lockt auch besonders viele unterschiedliche Vogel- und Insektenarten an.

Heimische Gehölze für Hecken als Sichtschutz

Wie alle Heckenpflanzen eignen sich auch die heimischen Hecken als Grenzbepflanzung oder zur Gliederung des Gartens.

Sie sehen dabei nicht nur schön aus, sondern haben auch praktischen Nutzen: Sie bieten Wind- und Sichtschutz und können – insbesondere an vielbefahrenen Straßen – als Staubfilter fungieren.

Grenzbepflanzung einhalten

Welche heimischen Heckenarten gibt es eigentlich?

Hecken Helge

Wer sich auf einheimische Heckenpflanzen beschränkt, hat kaum Auswahl? Das stimmt nicht!

Die Möglichkeiten einer kreativen Gartengestaltung mit heimischen Sträuchern und Heckenpflanzen sind vielfältig.

Eine wichtige Entscheidung vorab: Soll deine heimische Hecke immergrün oder laubabwerfend sein? Immergrüne Heckenpflanzen garantieren einen ganzjährigen Sicht- und Windschutz. Natürlich verlieren auch sie ihre alten Blätter – aber nach und nach, so dass das abgeworfene Laub laufend durch neue Austriebe ersetzt wird.

Im Frühjahr oder Frühsommer schmücken sich viele immergrüne Heckenpflanzen mit bunten herrlich duftenden Blüten, die viele Insekten anlocken.

Eine laubabwerfende Hecke ist im Winter nicht ganz so dicht wie im Sommer: Es gibt aber einige Heckenpflanzen, die ihr Laub bis in den Frühjahr hinein behalten und es erst kurz vor dem Neuaustrieb abwerfen.

Reizvoll ist insbesondere die wechselnde Laubfärbung im Jahreslauf: Auf das frische Grün im Frühjahr folgt ein satterer Farbton im Sommer, bevor die herbstliche Laubfärbung in Rot, Gelb und Orange alle Register zieht.

Doch welche heimische Heckenpflanzen sind denn jetzt die richtigen für dich und deinen Garten? Helges Übersicht hilft dir bei der Orientierung!

Heimische Heckenpflanzen immergrün Liste

Die gewöhnliche Berberitze ist in West-, Mittel- und Südeuropa heimisch und kommt sogar in den Alpenregionen vor. Grundsätzlich bevorzugt die gewöhnliche Berberitze kalkhaltige, trockene und mäßig feuchte Standorte.

Vorteile:

  • Sehr schnitttolerant
  • Insektenweide
  • Beeren als wertvolle Nahrung für Vögel

Nachteile:

  • Nicht für hohe Hecken geeignet
  • Leicht giftig
  • Besitzt Dornen
Heimische Hecke Berberitze

Als heimisches Nadelgehölz ist die Eibe sehr robust – und das an so gut wie jedem Standort. Als äußerst schnittverträglich immergrüne Heckenpflanze verträgt die Eibe auch radikale Rückschnitte ohne Probleme. Dank ihres geringen jährlichen Zuwachses von nur 10 bis 20 cm pro Vegetationsperiode genügt ein jährlicher Rückschnitt.

Vorteile:

  • Gedeiht an sonnigen und vollschattigen Standorten
  • Erreicht ein hohes Alter
  • Perfekt geeignet für Formschnitte

Nachteile:

  • Relativ langsames Wachstum
  • Giftige Nadeln und Samen
  • Toleriert Trockenheit nur schlecht
Gemeine Eibenhecke (Taxus Baccata)

Der Feuerdorn ist von Europa bis Südostasien heimisch und somit ein echter Globetrotter. Die dichte grüne Hecke, die häufig Vögeln als Nistmöglichkeit dient, zieht während der Blütezeit im Mai und Juni ein hübsches weißes Kleid über. Später im Jahr trägt der Feuerdorn dekorative rote Beeren.

Vorteile:

  • Einbruchhemmend
  • Vogelfreundlich
  • Sehr schnittfest

Nachteile:

  • Nur bedingt für hohe Hecken geeignet
  • Rückschnitt nur mit Handschuhen möglich
  • Leicht giftige Blätter
Feuerdorn Hecke (Pyracantha) - blühend

Als heimisches Ziergehölz fordert der Wintergrüne Liguster nur wenig Pflege ein. Rundum wohl fühlt er sich an einem sonnigen Standort, aber auch in schattigen Lagen gedeiht er problemlos.

Vorteile:

  • Sehr pflegeleicht
  • Ökologisch wertvoll (u. a. als Nistplatz für Vögel)
  • Kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge

Nachteile:

  • Regelmäßiger Rückschnitt erforderlich
  • Eingeschränkt frosthart bis -10° C
  • Schwach giftige Beeren
wintergruener-liguster-ligustrum-atrovirens hecke kaufen

Heimische Heckenpflanzen laubabwerfend Liste

Die Blutbuche geht auf eine Mutation der Rotbuche zurück. Die Pflanze wurde zuerst im Londoner Hyde Park entdeckt. Seitdem ist die heimische Hecke in Europa äußerst beliebt aber auch in der ganzen Welt sehr gefragt. Besonders auffällig sind ihre charakteristischen roten Blätter.

Vorteile:

  • Extravagante Heckenpflanze
  • Sehr resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen
  • Pflegeleicht

Nachteile:

  • Gedeiht nicht in nassen und lehmigen Böden
  • Toleriert keinen radikalen Rückschnitt
  • Kein 100 %-iger Sichtschutz im Winter
Hecken Helge - Blutbuche kaufen

Die Rotbuche ist ein Klassiker der heimischen Hecken und in unseren Wäldern als Baum stets zu finden. Die Rotbuche mag einen mäßig feuchten und nährstoffreichen Boden, der sowohl in der Sonne als auch im Schatten liegen darf. Mit einer Wuchshöhe von bis zu vier Metern ist sie optimal für die Anlage einer hohen, schmalen Hecke geeignet.

Vorteile:

  • Blickdicht
  • Schnellwachsend
  • Rückschnitt verträglich

Nachteile:

  • Regelmäßige Rückschnitte nötig
  • Verträgt keine Staunässe
  • Leicht giftige Früchte
Rotbuchenhecke

Die Hainbuche wurde nach der Eiszeit das erste Mal in Südeuropa entdeckt, ist aber seit nun 7000 Jahren auch in Mitteleuropa heimisch. Die überraschenderweise zu den Birkengewächsen zählende Hainbuche treibt besonders früh aus und verliert ihr Laub erst mit dem Neuaustrieb im Folgejahr.

Vorteile:

  • Extrem schnittverträglich
  • Ausgesprochen regenerationsfähig
  • Perfekt geeignet für schmale Hecken

Nachteile:

  • Ist anfällig für Mehltau
  • Benötigt zwei Formschnitte pro Jahr
  • Im Winter nur eingeschränkter Sichtschutz
Hainbuche Carpinus Betulus Hecke

Die Kornelkirsche ist ein Laubgehölz, das in freier Wildbahn anzutreffen ist. Die Pflanze ist hierzulande heimisch, findet sich aber besonders häufig in wärmeren Gebieten in Europa.

Vorteile:

  • Insektenfreundliche Blüte
  • Verträgt Trockenheit
  • Essbare Früchte

Nachteile:

  • Anfällig für Blattfleckenpilze
  • Langsam wachsend
  • Benötigt Nährstoffreichen Boden

Heimische Hecken für Vögel und Bienen!

Mit einer heimischen Hecke schaffst du einen wichtigen Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Insekten. Während viele Ziersträucher wie der Gefüllte Schneeball unfruchtbar gezüchtet wurden und zahlreiche exotische Gehölze in unserem Klima keine Früchte ausbilden können, sorgen heimische Sträucher fast das ganze Jahr über für einen reichgedeckten Tisch.

„Verwöhnt“ werden Vögel und Insekten, wenn du mit einer gemischten Hecke ein besonders breit gefächertes Angebot an Blüten und Früchten schaffst. Dabei werden die Früchte heimischer Gehölze oft von dutzenden Tieren gefressen, während die Beeren fremdländischer Ziergehölze im besten Fall ein oder zwei Arten anlocken. 

Gut zu wissen: Während der Vogelbrutzeit von 1. März bis 15. September darfst du keine radikalen Rückschnitte vornehmen. In dieser sensiblen Phase ist es sehr wichtig, dass die Tiere nicht zu sehr gestört werden.

Heimische Hecken Insekten

Einheimische Gehölze: unverzichtbar für Schmetterlinge

Dabei sind heimische Heckenpflanzen nicht nur üppige Nektarweide für Bienen und Schmetterlinge, sondern bieten den Insekten über den ganzen Lebenszyklus hinweg optimale Entwicklungsbedingungen:

Gerade Schmetterlingsraupen sind häufig auf ein bestimmtes Gehölz angewiesen. Wer möchte, dass sich die faszinierenden Falter in seinem Garten wohlfühlen, darf also nicht nur auf Blumen und Blüten setzen, sondern muss auch für eine geeignete Kinderstube sorgen.

Lass‘ dich von eventuellen Fraßspuren an den Blättern nicht verärgern, sondern betrachte sie als Zeichen für ein intaktes ökologisches Refugium. Übrigens sind die Raupen selbst wieder Nahrung für viele Vogelarten wie Meisen. Erst wenn du diesen auch eine solide Nahrungsgrundlage bietest, lohnt es sich, einen Nistkasten aufzuhängen.

Wann ist eine Hecke bienenfreundlich?

Übrigens kannst du mit der „richtigen“ Hecke auch die Bienenfreundlichkeit deines Gartens enorm erhöhen. Dabei kommt es nicht unbedingt auf die größte Blütenpracht an.

Viel wichtiger sind eine lange Blütezeit und ein reiches Vorkommen an Nektar und Pollen. Während die Bienen im Frühjahr beispielsweise auf Berberitze, Schlehe und Weißdorn fliegen, umschwirren sie im Sommer gerne Liguster oder Wildrosen.

Wo findest du heimische Gehölze für Hecken?

Wer heimische Heckenpflanzen kaufen möchte, geht oft zuerst in den Bau- und Gartenmarkt: Dort gibt es zwar Liguster und Co. – aber selten in ausreichender Menge für eine ganze Hecke.

Und nicht selten mussten die Setzlinge schon längere Zeit bei mangelhafter Pflege vor sich hinvegetieren und sind dementsprechend geschwächt. Anders in der Gärtnerei um die Ecke: Dort erhältst du in der Regel hochwertige Ware in großer Stückzahl. Nur hat die auch ihren stolzen Preis.

Besonders günstig kommst du an heimische Heckengehölze, wenn du sie selbst vermehrst. Allerdings kostet diese Vorgehensweise viel Zeit und es dauert lange, bis die kleinen Stecklinge die gewünschte Heckenhöhe erreicht haben. Mit etwas Glück erhältst du etwas größere Sträucher von einem Nachbarn oder von Bekannten, die ihren eigenen Garten auflockern oder neu gestalten möchten.

Bereits vorgezogen, in erstklassiger Qualität und benötigter Menge erhältst du heimische Heckenpflanzen online. Hecken Helge hat den Bestellvorgang kinderleicht gemacht. Du gibst einfach die gewünschte Stückzahl bzw. geplante Heckenlänge und deine Postleitzahl ein  — und erhältst direkt den verlässlichen Endpreis inklusive Lieferung.

Eine Benjes Hecke: Was ist das?

Eine Benjes Hecke besteht aus einer lockeren Anhäufung von Ästen, Zweigen und dünnem Gehölzschnitt. Damit ein stabiler Wall entsteht, werden zur Befestigung Pfosten in den Boden eingebracht.

Das auf die Gebrüder Benjes in den 1980er-Jahren zurückgehende Konzept der Totholzhecke baut darauf, dass das lose Astwerk Vögel und andere Kleintiere anlockt, die dort über ihren Kot oder durch die Anlage von Nahrungsvorräten für eine rasche Neuaussamung von Gehölzen sorgen. 

So entsteht sehr kostengünstig aus „Abfällen“ aus dem Garten oder Landschaftsbau eine neue Grundstücksbegrenzung, deren unvorhersehbare Entwicklung spannend zu beobachten ist.

Allerdings kann es sein, dass sich dominante Gehölze wie Brombeeren von Anfang an am stärksten durchsetzen oder sich vor allem eine wenig naturnahe Spontanvegetation ausbreitet.

Manchmal haben auch junge Gehölze kaum eine Chance gegenüber konkurrenzstarken Hochstauben wie Pestwurz oder Brennnesseln. Abhängig von den Standortbedingungen kann es sein, dass sich eher windverbreitete Baumarten wie Salweide oder Birke ansiedeln als früchtetragende Heckengehölze.

Du möchtest mehr zur Benjeshecke erfahren? Dann hier entlang >

Heimische Hecke Benjeshecke

Eine Benjes Hecke pflanzen: So geht‘s

An Material benötigst du für eine Benjes-Hecke lediglich ausreichend Gehölzschnitt und stabile Holzpfähle. Bei der Auswahl der Zweige solltest du eher zu Hartholz wie Eiche, Buche oder Obsthölzern greifen. Keinesfalls sollten diese von Schädlingen oder Krankheiten befallen sein.

Und so legst du eine Benjes-Hecke an:

  1. Treibe dafür Pfähle in einem Abstand von 50 bis 75 cm in den Boden ein. Zwischen den beiden Reihen zur Begrenzung sollte etwa 50 cm Platz sein. Für eine schöne Optik sollten am Ende alle Zaunpfähle die gleiche Höhe haben.
  2. Bringe das Füllmaterial ein und verdichte es, indem du es vorsichtig betrittst. 
  3. Äste, die weit aus der Benjes-Hecke herausstehen, kürzt du mit der Astschere und flechtest sie ein – gerne auch um die Pfosten herum. So wird die Hecke besonders stabil.

Wie hoch du deine Benjes-Hecke auffüllst, ist deine Entscheidung. Unter anderem kommt es darauf an, wie viel Gehölzschnitt du zur Verfügung hast und ob du damit beispielsweise für Sichtschutz sorgen möchtest. 

Dann benötigt deine Benjes-Hecke erst einmal kaum Pflege. Mit der Zeit setzt sich das Gehölz und wenn du magst, kannst du den Wall etwas auffüllen.

Erst wenn sich die Hecke nach und nach mit Leben füllt, bedarf sie etwas mehr Aufmerksamkeit: Dann solltest unerwünschte Hochstauden entfernen und erwünschte Sträucher bei Bedarf mit der Heckenschere in Form bringen.

Du möchtest eine klassische Hecke pflanzen? Dann schau mal hier:

Hecke pflanzen in 7 Schritten – So geht’s >

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Jetzt ist die perfekte Zeit zum Heckenpflanzen!

Hecken im Herbst zu pflanzen ist ideal! Es gilt allerdings: Je eher, desto besser. Schließlich können die Setzlinge so noch vor dem ersten Frost gut anwurzeln.

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