Welche Koniferen sind die Besten? - Dein Ratgeber!

Hinter dem Begriff „Koniferen“ verbergen sich ganz einfach Nadelbäume. Im Garten sind die überwiegend immergrünen Gehölze vor allem als Hecken weit verbreitet, aber auch als Kübelpflanze sehr beliebt.

Bei den speziell für den Garten erhältlichen Pflanzen handelt es sich um Zwergkoniferen, die längst nicht so groß wachsen wie ihre Verwandten im Wald.

Das lernst Du von Hecken Helge:

Hecken Helge

Im Garten Koniferen pflanzen – warum ist das eine gute Idee?

Koniferen machen als Hecke, in kleinen Gruppen und als Solitärpflanzen in jedem Garten eine gute Figur – nicht zuletzt deshalb, weil sie das ganze Jahr über ein sattgrünes Nadelkleid tragen und daher auch im Winter ein Blickfang sind. Da sie diversen Vögeln und anderen Tieren Unterschlupf bieten, sind Koniferen auch in ökologischer Hinsicht eine echte Bereicherung für den Garten.

Viele Menschen denken bei Koniferen zuerst an die klassische Thujenhecke. Zu den Nadelgehölzen gehören unter anderem aber auch Kiefern, Tannen, Zedern und sogar Mammutbäume. Bevor du Koniferen online kaufen kannst, musst du dir daher gut überlegen, welche Koniferenart du bevorzugst.

Thuja Hecke Nahaufnahme

Möchtest du die Nadelgehölze zu strengen geometrischen Formen schneiden oder deinem Garten ein eher natürliches Flair geben?

Bedenke bei der Wahl der Konifere auch, dass sie in ausgewachsener Größe noch immer zur Nachbarbepflanzung passen und ausreichend Platz zur Verfügung haben muss.

Insbesondere werden Koniferen gerne für die Anlage von Hecken verwendet: Als winterharte und immergrüne Pflanzen bieten sie ganzjährigen Sicht- und Windschutz.

Dabei zeichnen sich die Nadelgehölze durch einen geringen Pflegebedarf und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Krankheiten aus.

Welche Koniferen sind am besten für deinen Garten?

Im Allgemeinen sind Koniferen – insbesondere die einheimischen Arten – erfreulich robust und pflegeleicht.

Mit ihrem dichten Astwerk und immergrünen Nadeln schützen sie vor unerwünschten Blicken und sehen dabei sehr dekorativ aus. Welche Konifere du online kaufen solltest, hängt beispielsweise davon ab, ob du eine geschnittene oder gemischte Hecke anlegen oder Einzelpflanzen setzen möchtest. Das Grün der diversen Koniferenarten changiert zum Teil deutlich ins Gelbliche, zum Teil wirkt es beinahe blau.

Angesichts der attraktiven Wahlmöglichkeiten fällt die Entscheidung für eine Koniferenart oft nicht leicht.

Mit ihrer klassischen Krone und klar gegliederten Etagen wirken Tannen sehr elegant – und können in der Vorweihnachtszeit zudem stimmungsvoll als Christbaum beleuchtet werden.

Allerdings tolerieren Tannen keineswegs alle klimatischen Bedingungen und kommen insbesondere mit Staunässe oder anhaltender Trockenheit – vor allem in den heißen Sommermonaten – nur schlecht zurecht.

Der Pflegeaufwand ist im Vergleich zu vielen anderen Koniferen daher etwas größer. Für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit empfiehlt es sich, eine Schicht aus Laub oder Rindenmulch unter den Gehölzen zu verteilen.

Eignung als Koniferenhecke: weniger gut (eher als Reihe)

Tannen in einer Pflanzreihe

Fichten kommen selbst in borealen Nadelwäldern und im Hochgebirge vor und gehören daher weltweit zu den frosthärtesten Koniferen.

Im Gegensatz zu Tannen, von denen sie sich auf den ersten Blick nur schwer unterscheiden lassen, tragen Fichten hängende Zapfen und besitzen etwas steifere und spitzere Nadeln.

Besonderer Pflege bedürfen Fichten nicht. Lediglich in längeren sommerlichen Trockenperioden solltest du sie rechtzeitig wässern. Zudem empfiehlt es sich, den Boden im Wurzelbereich regelmäßig auf seinen pH-Wert zu testen: Vermodern herabgefallene Fichtennadeln, setzen sie reichlich Huminsäure frei. Ab einem pH-Wert unter 5 solltest du Kalk ausbringen.

Eignung als Koniferenhecke: mittelgut, dichte Hecke

Fichtenhecke

Die Fichtenhecke zählt zu den frosthärtesten Koniferen.

Was die Klimaerwärmung anbelangt, gehören Kiefern fraglos zu den Gewinnern: Die meisten Pinien tolerieren ausgeprägte Sommerhitze und anhaltende Trockenheit ohne Probleme.

Kiefern sind robust und dabei sehr dekorativ – ob in kompakter Kugelform, als schlanke Säule oder wuchsfreudiger Baum. Nach dem Anwurzeln benötigen Kiefern kaum Pflege und verlangen weder nach Dünger noch nach einer Bewässerung.

Es gibt allerdings einige verbissgefährdete Sorten, deren Stamm du an einem waldnahen Standort mit einer Wildmanschette schützen solltest.

Eignung als Koniferenhecke: Gut für lockere Hecken

Lockere Bergkiefernhecke

Thuja erfreut sich in europäischen Gärten sowohl als immergrüne Hecke als auch als Formgehölz großer Beliebtheit.

Der Lebensbaum ist extrem frostbeständig und bietet rund ums Jahr einen zuverlässigen Blick- und Windschutz.

Im Allgemeinen recht robust, hat Thuja in puncto Pflege drei Wünsche: Schön grün bleibt das Gehölz, wenn du Staunässe vermeidest, den Lebensbaum auch im Winter bei Bedarf wässerst und mit Dünger eher sparsam umgehst.

Eignung als Koniferenhecke: Sehr gut

Thuja Hecke Nahaufnahme

Der Gemeine Wacholder kommt als Wildform unter anderem in Nordamerika und Zentralasien vor. In Deutschland gehört das Zypressengewächs zum typischen Landschaftsbild von Heidegebieten.

Das Gehölz gedeiht selbst auf extrem trockenen und nährstoffarmen Böden und wächst – je nach Art – sehr unterschiedlich: Das Spektrum reicht von bodennahen Wuchsformen, die an einen Teppich erinnern, bis hin zu schlanken Bäumen.

Was den Pflegeaufwand anbelangt, ist Wacholder sehr genügsam. Alle paar Jahre kannst du ihn im Frühjahr mit einer Kompostgabe stärken. Ansonsten solltest du sehr sparsam düngen. Bildet Wacholder an einem sonnigen Standort braune Triebe, leidet er wahrscheinlich unter Magnesiummangel. In diesem Fall ist Bittersalz das Mittel der Wahl.

Eignung als Koniferenhecke: stark abhängig von Sorte

Wachholderhecke (Juniperus Chinensis)

Wachholderhecke (Juniperus Chinensis)

Koniferen richtig pflanzen in 7 Schritten

Das richtige Pflanzen beginnt bei der Wahl des Standorts: Was die Bodenqualität anbelangt, sind die meisten Koniferen recht anspruchslos. Bevorzugt wird allerdings ganz klar ein sonniger oder zumindest halbschattiger Standort. Lediglich die Eibe gedeiht auch im Schatten sehr gut.

Bedenke beim Pflanzen einer Hecke oder eines Baumes, dass Koniferen im Laufe der Jahre ordentlich an Breite und Höhe zulegen werden. Achte daher unbedingt auf einen ausreichend großen Abstand zu Gebäuden, anderen Bäumen oder dem Nachbargrundstück. Welche Grenzabstände konkret eingehalten werden müssen, regeln die einzelnen Bundesländer recht unterschiedlich. Um einen Nachbarschaftsstreit zu vermeiden, solltest du dich daher vorab gründlich informieren!

Der beste Pflanzzeitpunkt für Koniferen ist der Herbst: So können die Pflanzen bis zum Start der Vegetationsperiode im Frühjahr gut anwachsen. Containerpflanzen dürfen zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden: Wähle dafür aber einen Tag mit milder Witterung – also weder einen heißen Sommertag noch einen Wintertag mit Frost.

Hecke pflanzen - Schritt 4: Setzlinge einpflanzen

Containerpflanzen dürfen zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden.

Koniferen richtig pflanzen – So geht’s ganz einfach in 7 Schritten:

  1. Zuerst bereitest du den Boden vor: Du entfernst eine eventuell vorhandene Grasnarbe oder Unkraut am gewünschten Standort. Dann hebst du wahlweise eines oder mehrere Pflanzlöcher oder für das Pflanzen einer Hecke einen durchgängigen Pflanzgraben an. Dieser sollte etwa eineinhalbmal so tief sein wie der Wurzelballen.
  2. Jetzt breitest du optional ein Anti-Unkraut-Vlies aus.
  3. Während du die ersten Arbeiten im Garten erledigst, werden die Setzlinge vor dem Pflanzen ausgiebig gewässert. Wurzelnackte Pflanzen stellst du am besten für einige Stunden in einen Eimer Wasser.
  4. Dann kommen die Pflanzen in die Erde. Setze sie so tief wie sie vorher im Topf standen. Eventuell unterfütterst du den Wurzelballen mit etwas Aushub.
  5. Bevor es ans Verfüllen der Pflanzlöcher oder des Pflanzgrabens geht, reicherst du den Aushub mit einem organischen Dünger an. Mische Kompost, Hornspäne oder einen Bodenaktivator bei. Sehr dichten Boden lockerst du mit etwas Sand auf. Bei einem pH-Wert unter 6 darf es gerne etwas Kalk sein. Drücke beim Schließen der Pflanzgrube den Erde-Dünger-Mix rund um die Stämmchen etwas an und trete den Boden behutsam fest.
  6. Größere Pflanzen benötigen für ein gerades Anwachsen einen Windschutz: Setze dafür einen Pfahl und fixiere die Konifere mit einer Kokosschnur o. ä.
  7. Zu guter Letzt werden die Koniferen gründlich angegossen und eingeschlämmt. Damit das Wasser nicht ungenutzt im Boden versickerst, legst du am besten um die Stämmchen kleinen Gießränder aus Erde an, die das Wasser direkt in den Wurzelbereich leiten.

Helges Tipp: Mit einer Mulchschicht unter deiner Hecke oder rund um einen Solitär hemmst du das Unkrautwachstum und sorgst außerdem dafür, dass die Feuchtigkeit nicht so rasch verdunstet. Zersetzt sich das Pflanzenmaterial mit der Zeit, wird es zum natürlichen Dünger.

Koniferen richtig pflegen

Hecken Helge

Im Allgemeinen sind Koniferen recht anspruchslos. Etwas Pflege benötigen sie dennoch – insbesondere in den ersten Monaten nach dem Pflanzen.

Zu diesem Zeitpunkt erscheinen die jungen Nadelgehölze vielen Gartenbesitzern als „mickrig“: Gerade bei der Neuanlage einer Hecke wirken die Setzlinge sehr klein und die empfohlenen Pflanzabstände oft viel zu groß.

Schon nach wenigen Monaten sehen die Koniferen aber deutlich kräftiger aus und man kann erahnen, wie sie in absehbarer Zeit zu einem echten Blickfang im Garten werden.

Hecken Helge weiß, wie man Koniferen richtig pflegt. Er gibt dir wertvolle Tipps rund ums Pflanzen und verrät dir, mit welchen Tipps und Tricks die Gehölze dauerhaft schön grün bleiben.

Koniferen richtig düngen

Einige Koniferen reagieren auf eine Überversorgung mit Nährstoffen etwas gestresst. Passe Düngergaben daher immer an die jeweilige Bodenqualität an. Für das Nadelwachstum benötigen Koniferen reichlich Eisen, Schwefel und Magnesium. Wenn nötig, dürfen Koniferen zweimal im Jahr gedüngt werden: Das erste Mal am besten zum Start des Neuaustriebs von Februar bis Mitte März, das zweite Mal zwischen Ende Juli und Ende August.

In optimaler Kombination sind alle benötigten Nährstoffe in speziellem Koniferendünger enthalten. Helge macht dir beispielsweise mit seinem Nadelheckendünger das Leben leicht.

Koniferen richtig schneiden

Ein guter Schnittzeitpunkt für Koniferen ist das Frühjahr beziehungsweise der Spätsommer. Während der Vegetationsperiode sind stärkere Rückschnitte für die Gehölze sehr strapaziös. Zudem sind stärkere Heckenschnitte zwischen März und September zum Schutz brütender Vögel verboten.

Zu spät im Herbst sollte kein Rückschnitt mehr erfolgen: Andernfalls bleibt den jungen Trieben, deren Wachstum durch den Schnitt angeregt wird, nicht mehr ausreichend viel Zeit, um vor dem Winterbeginn zu verholzen, und es kann zu Frostschäden kommen.

Thuja Hecke schneiden

Rund um das Schneiden der Koniferen hat Helge diese Tipps für dich:

  • Schneide Thuja und Co. am besten an einem milden, bewölkten Tag. So vermeidest du, dass aufgrund von Austrocknung unschöne braune Stellen entstehen.
  • Gehe beim Rückschnitt von Koniferen immer mit Bedacht vor. Die Nadelgehölze wachsen überwiegend an den Triebspitzen. Schneidest du sie zu radikal zurück, ist ein Neuaustrieb nicht mehr möglich und die Hecke verkahlt. Achte darauf, den Mitteltrieb nur so weit zu stutzen, dass noch ein Seitentrieb erhalten bleibt.

Leichte Korrektur- oder Pflegeschnitte von Formgehölzen darfst du mehrmals im Jahr vornehmen. Dabei sind abgestorbene und vertrocknete Äste zu entfernen. Wird die Krone eines Solitärs zu buschig, darf auch der ein oder andere Ast herausgenommen werden.

Koniferen werden braun – Was tun? 4 Tipps!

Leider kommt es immer wieder vor, dass Koniferen von innen her braun werden. Helge sagt dir, warum das so ist und was du für eine dauerhaft üppig grüne Hecke tun kannst.

  1. Häufig ist es ganz einfach so, dass die Zweige im Inneren einer Koniferenhecke durch üppiges Wachstum zu wenig Licht und Luft erhalten und dort keine Photosynthese mehr betrieben werden kann. Gerade im Herbst kann sich dieser Effekt verstärken. Durch den richtigen Schnitt – am besten in einer leichten A-Form – kannst du diesem Problem entgegenwirken. Lediglich von zu radikalen Schnitten rät dir Helge dringend ab.
  2. Treten die braunen Stellen auch an der Außenseite der Pflanzen auf, ist sie häufig von Wurzelfäule, einem Pilz oder der Thuja-Miniermotte befallen. Zur Vorbeugung solltest du den Boden vor dem Pflanzen tiefgründig auflockern und bei sehr schweren Böden zur Vermeidung von Staunässe eine Drainage anlegen. Von Wurzelfäule betroffene Pflanzen sind oft nicht mehr zu retten. Diese musst du ausgraben und mit dem Hausmüll entsorgen.
  3. Oftmals entstehen brauen Stellen infolge von Trockenheit – insbesondere nach einem heißen Sommer oder einem strengen Winter. Können die Koniferen über den Boden kein Wasser aufnehmen, kommt es leicht zu ernsthaften Schäden. Achte daher auch im Winter darauf, deine Nadelgehölze an frostfreien Tagen hin und wieder zu wässern.
  4. Dünge deine Koniferen mit Bedacht. Stellt sich eine Braunfärbung ein, kann diese sowohl von einem Nährstoffmangel als auch von einer Überdüngung herrühren. Die optimale Versorgung sicherzustellen bedarf oft etwas Erfahrung.

Sind Koniferen giftig?

Es ist insbesondere ihr dichter Wuchs, der Koniferen als Heckenpflanzen empfiehlt. Dank ihres Artenreichtums passen Koniferen optisch in so gut wie jeden Garten und sowohl in eine urbane als auch in eine ländliche Umgebung. Familien mit Kindern und Haustierbesitzer sollten sich vor dem Kauf von Koniferen jedoch gut informieren: Viele Koniferenarten oder zumindest einzelne Pflanzenteile sind giftig und können zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr für deine Kinder oder deinen vierbeinigen Freund werden.

Vorsicht ist unter anderem bei diesen Nadelgehölzen geboten:

  • Die Eibe: Diese robuste und sehr schnitttolerante Konifere ist hochgiftig. Gerade die verführerisch roten Früchte sind für Kinder sehr interessant.
  • Zypressen: Ideal für hohe Hecken und ebenfalls sehr schnittverträglich, sind diese Nadelgehölze aufgrund ihrer Toxizität nicht die ideale Wahl für den Familiengarten.
  • Wacholder: Beim robusten und anspruchslosen Wacholder sind die Beeren leicht giftig. Bei einem Verzehr in geringen Mengen kommt es aber in der Regel nur bei Kindern oder empfindlichen Menschen zu einer problematischen Symptomatik.

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